CMS-Instanzen bilden

Mit Instanzen von Infopark CMS Fiona ist es möglich, voneinander unabhängige Nutzdaten und Konfigurationen zu haben und dennoch dieselben Programmressourcen zu verwenden. Gemeinsame Ressourcen sind beispielsweise die ausführbaren CMS-Applikationen, die Software von Drittanbietern oder auch die Lokalisierungsdateien. Diese Ressourcen brauchen bei einem Update nur einmal ersetzt zu werden und nicht mehrmals, wie es bei mehreren kompletten Installationen der Fall wäre. Der Administrationsaufwand vermindert sich dadurch erheblich.

Der Content und seine Struktur, die Metadaten, die Konfiguration und die Skripte sind dagegen individueller Bestandteil einer jeden Instanz.

Jede Instanz einer CMS-Applikation ist durch ein eigenes Instanzen-Verzeichnis unterhalb des Verzeichnisses instance repräsentiert. Nach der Installation gibt es genau eine Instanz, die sich im default-Verzeichnis befindet.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine neue CMS-Instanz anzulegen. Die neue Instanz wird im Wesentlichen so eingerichtet sein wie die default-Instanz nach der Installation des CMS.

  • Jede Instanz erfordert eine eigene Lizenzdatei mit mindestens 10 CUs (Concurrent Users). Bitte wenden Sie sich gegebenenfalls an Infopark, um Ihre vorhandene Lizenz im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen auf mehrere Lizenzdateien aufteilen zu lassen oder neue Lizenzen zu erwerben.

  • Führen Sie das Skript /share/createInstance/createInstance (Unix) bzw. \share\createInstance\createInstance.bat (Windows) aus (der Pfad ist relativ zum Installationsverzeichnis von Fiona).

  • Das Skript fragt nach dem Pfad der Lizenzdatei:
    Enter the path to the new instance's license file:
    Geben Sie hier den Pfad der zu der neuen Instanz gehörenden Lizenzdatei an.

  • Anschließend wird nach dem Namen gefragt, den die neue Instanz haben soll:
    Enter the instance name:
    ab Version 6.5:Verwenden Sie nur Kleinbuchstaben von a bis z (keine Umlaute oder sonstigen Sonderzeichen), Ziffern und Unterstriche. Der Name darf maximal 9 Zeichen lang sein und muss mit einem Buchstaben beginnen. Der Grund dafür ist, dass der Instanzname Teil der vom CMS angelegten Datenbanktabellennamen wird, die in Bezug auf die Länge und Schreibung eingeschränkt sind.

  • Als nächstes fragt das Skript nach dem Anfang des Port-Bereichs:
    Enter the port range start (e.g. 3101):
    Geben Sie hier die kleinste für das CMS zu verwendende Portnummer ein. Das Skript bildet weitere (höhere) Portnummern, ausgehend von der angegebenen Nummer.

  • Nun wird unterhalb von Fiona/instance ein Verzeichnis angelegt, das den Namen der Instanz trägt. In diesem Verzeichnis wird .../share/newinstance.zip ausgepackt. Die Lizenz wird in das dadurch angelegte config-Verzeichnis kopiert.

  • Anschließend werden die Konfigurationsdateien in der neuen Instanz angepasst. Dies umfasst unter anderem die Ports und die Namen der Web-Applikationen. Der Ausgabe des Skripts kann entnommen werden, welche Parameter in welchen Dateien konfiguriert werden.

  • Unter Windows werden nun die Dienste installiert.

  • Das Resultat ist eine eigenständige CMS-Instanz, die aus dem CM, dem SES und den noch zu deployenden Web-Applikationen GUI und PM-PL besteht. Letztere stellt im GUI die Portlets für die Vorschau bereit. Verwenden Sie zum Deployen das Kommando rc.npsd deploy (Unix) bzw. rc.npsd.bat deploy (Windows), zu finden im bin-Verzeichnis der neuen Instanz.

  • Bereiten Sie bei Bedarf die Instanz auf den Produktivbetrieb vor, indem Sie eine andere Datenbank einbinden, den inkrementellen Export aktivieren und gegebenenfalls den Benutzermanager ändern und konfigurieren.

Die neue Instanz ist damit eingerichtet, und die CMS-Applikationen können mit instance/instanceName/bin/rc.npsd start gestartet werden. Die Applikationen legen beim ersten Start ihre Datenbanktabellen in den konfigurierten Datenbanken selbst an. Der Search Engine Server erzeugt seine voreingestellten Collections ebenfalls automatisch. Die HTML-Benutzerschnittstelle (GUI) ist über den URL-Pfad instance_name/NPS erreichbar, wobei instance_name der Name der neuen Instanz ist. An der neuen Instanz kann man sich als der Benutzer root mit leerem Passwort anmelden.